Sei mein Held. Ich möchte mich heute gern retten lassen.

Lange hatte ich nichts geschrieben und zwar hatte ich immer wieder einzelne Zeilen im Kopf, aber irgendetwas blockiert die Verbindung zwischen Herz, Gehirn und Händen.

Was es ist, das mich blockiert, ist schwer zu sagen. Vielleicht ist es der große Schrank, der vor dem Zugang zu meinem Herzen steht. Und auch jetzt fühlt es sich an als würden die Worte nur so vor sich hin holpern. Aber auch wackelige Schritte führen irgendwann ans Ziel, also weiter geht’s.

Auch heute Nacht ist es wieder die Liebe, die mich umtreibt und um den Schlaf bringt. Nur nicht voller Sehnsucht, sondern vielmehr schweren Herzens mit einem flauen Gefühl im Magen.

Ich stecke mitten in einem Wir und fühle mich wie frisch getrennt. Dieses lähmende Gefühl. Leichte Übelkeit und Schlaflosigkeit. Die für mich typischen Symptome. Warum fühle ich diese Traurigkeit, wenn es so viel Grund gibt glücklich zu sein? Passiert jetzt das, wovor du mich gewarnt hast? Dass ich mir selbst alles kaputt mache, indem ich unfähig bin mal weniger nachzudenken, weniger zu fühlen und einfach alles laufen zu lassen.

Aber alles hängt an diesem ganz besonderen Gefühl, das die Liebe ausmacht. Und wenn das Gefühl nicht stimmt – oder zumindest ein unsicheres Auf und Ab ist -, woran erkennt man dann die Liebe? Ich würde das Gefühl gern enttarnen, dass es sich zu erkennen gibt, dass man ausmachen kann, wodurch es ausgelöst wird, wie man es erhält, was man zu tun und zu lassen hat. Und klar es gibt ganz grobe Leitplanken innerhalb derer man sich aufhalten sollte in einer Beziehung, aber es gibt eben auch keine Regel ohne Ausnahme und Ansichten können sich aufgrund neuer Umstände oder mit dem Alter ändern. Also wird auch der Abstand zwischen den Leitplanken immer größer und hin und wieder wird er so groß, dass man die Begrenzungen überhaupt nicht mehr erkennt und die Zielrichtung fehlt. Also woran erkennt man dann, dass man am richtigen Platz ist, neben den/dem richtigen Menschen? Schlussendlich bleibt nur das Gefühl.

Und deswegen stürzt es mich immer wieder in größte Verwirrung, wenn dieses Gefühl, der Vibe, eben nicht passt. Wenn da irgendetwas ist, das nicht stimmt. Und klar man kann darüber hinweg gehen und sagen, solange das Große und Ganze soweit stimmt, braucht man nicht so zimperlich zu sein. Und hier sitze ich und schwanke zwischen der Sorge eine schrullige Alte zu sein, die nach Sternen greift, die sie nie erreichen wird und auch garnicht erreichen kann und der Hoffnung, dass man durch außergewöhnliche Wege und dem Bemühen um das Besondere eben auch das Besondere erreicht.

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